22 Apr 2019
ADAMA ADAMA
Freigegeben in Nachrichten Video
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Makhteshim-Agan existiert seit 70 Jahren und ist mit 56 Niederlassungen in 45 Ländern präsent. Dank seiner Absatzmärkte in 120 Ländern ist das Unternehmen der unumschränkte Marktführer bei patentfreien Lösungen. Heute setzt der Hersteller mit einem neuen Namen auf Einfachheit. Adama ist ein griffiger, einprägsamer Name, der auf den Initialen des Unternehmens basiert und im Hebräischen „Erde“ bedeutet. Parallel zu dieser Veränderung setzt der Hersteller in zweierlei Hinsicht neue Akzente: er will Klarheit schaffen für den Landwirt, der im Mittelpunkt aller Entscheidungen steht, und Adama zur wichtigsten Marke der digitalen Landwirtschaft machen.

Ignacio-DominguezAgriculture Internationale – Welche Überlegungen haben Sie zu dieser Neuorientierung veranlasst?

Ignacio Dominguez* - Wir sind uns der Schwierigkeit bewusst geworden, die Position des Marktführers bei generischen Produkten zu halten, denn andere Unternehmen können dieselben Produkte billiger anbieten. Wie kann man seine Spitzenposition verteidigen, wenn andere billiger sind? Wir suchten nach einem Weg, uns zu erneuern, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Wir brauchten eine Strategie, um uns von der Konkurrenz abzuheben und die Landwirtschaft zu überzeugen. Gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern haben wir über unsere Organisation nachgedacht.

Wir suchten nach Standorten in neuen Regionen, z. B. in China, wo es andere Möglichkeiten gibt, die Effizienz und Wirtschaftlichkeit unserer Produktpalette auf allen Stufen der Produktionskette zu steigern. Gleichzeitig ging es darum, unser Auftreten zu definieren und unsere Geschichte so darzustellen, dass sie die Stärke unserer Marke widerspiegelt.

Diese Überlegungen führten zur Schaffung unserer neuen Marke, Adama, mit ihrem neuen Logo. Dank unserer Palette von Hybridprodukten, die von nun an innovative patentfreie Lösungen beinhaltet, können unsere Partner sich auf dem Markt durchsetzen.

A.I. – Verändert diese Neuorientierung die grundsätzliche Unternehmensphilosophie?

I.D. – Zunächst zwingt sie uns dazu, uns an die neu geschaffene Marke anzupassen und das Versprechen einzulösen, das wir den Landwirten und dem Markt gegeben haben. Darüber hinaus kann es nicht ausschließliches unternehmenspolitisches Ziel sein, eine Palette von generischen Produkten anzubieten.

Wir versuchen, unsere Tätigkeit auch auf anderen Gebieten auszubauen: digitale Präsenz und Entwicklung eines Standorts in China, um Zugang zu einer erstrangigen Versorgungskette und zu den in China existierenden Innovationen zu erhalten. Immerhin werden 60% der Patente im Bereich der Nanotechnologien heute von chinesischen Erzeugern angemeldet.

A.I. – Welche positiven Auswirkungen erwarten Sie?

Bertrand Lombard** - Das Hauptziel besteht für Adama darin, auf dem Markt als ein Unternehmen anerkannt zu werden, das dem Landwirt das Leben wirklich erleichtert. Wir haben eine Untersuchung durchgeführt um herauszufinden, welche Elemente den Arbeitsalltag der Landwirte beeinflussen. Unter verschiedenen Faktoren haben wir 9 identifiziert, die von zentraler Bedeutung sind: einfache Benutzung der Produkte, Gefahrlosigkeit der Produkte, Anzahl und Qualifikation der Arbeitskräfte, Lohnkosten, Objektivität der Beratung, Zugang zu Informationen über den Einsatz der Produkte, Bekämpfung der Resistenz gegen die Produkte, Wirksamkeitsgarantie.

In Zukunft wird ein Landwirt, dem wir eine Lösung für eins seiner Probleme anbieten, immer sofort verstehen, dass es sich um ein Produkt von Adama handelt: es ist einfach und bedarfsgerecht, und führt zu Zeitersparnis und Ertragsverbesserung.

Simply-grow-togetherA.I. – Sie werden mit der Landwirtschaft eine Zusammenarbeit entwickeln, die auf Einfachheit und Partnerschaft basiert. Wie wollen Sie dabei vorgehen?

Jean-Marc Dardier*** - In unserem Slogan „Simply grow together“ steht „grow“ für „wachsen“. Um ein Produkt zu schaffen, das die Bedürfnisse der Landwirte berücksichtigt und das „Wachsen“ ihrer Produktion ermöglicht, gleichzeitig aber auch das Wachstum unserer Unternehmen fördert, müssen wir uns auf die Erwartungen der Landwirte konzentrieren. Für sehr attraktive Produkte, die auf die komplexen, vielfältigen Bedürfnisse der Landwirte antworten, wird der Landwirt selbst werben, was die Arbeit des Vertriebs stark vereinfacht.

Heute sind neue Moleküle extrem teuer geworden, und auf dem Gebiet der Innovation werden neue Grenzen überschritten werden. Dank unserer vielfältigen Produktpalette bereichern wir die existierenden Moleküle mit unseren Innovationen. So werden wir im Herbst Folpel einführen, ein Fungizid, mit dem sich die Resistenzprobleme bei Getreide vermeiden lassen: ein neues Einsatzgebiet für ein bekanntes Molekül.

Wir bieten auch einen Ausdünner für Kernobst an, der digital funktioniert und innerhalb eines relativ engen Temperatur-, Feuchtigkeits- und Anwendungszeitfensters Metamitron benutzt, ein Molekül, das bei der Zuckerrübe verwendet wird. Hier kommt es zu einem neuartigen Einsatz dank einer Formulierung, die präzises Ausdünnen ermöglicht: jede zweite oder dritte Frucht. Ein anderes Beispiel ist Trimax, ein Wachstumsregulator, der die gleiche Wirkung wie Konkurrenzprodukte erzielt, aber 10% weniger Anwendungen erforderlich macht und entsprechend die Umwelt schont.

Darüber hinaus wollen wir die Beziehung zum Kunden digital prägen und Informationsaustausch über spezielle soziale Netzwerke abwickeln mit dem Ziel, über das jeweilige Fachwissen sowie über die Bedürfnisse der Landwirte auszutauschen.

Wenn beispielsweise ein Landwirt eine neue Anwendung für ein Produkt entdeckt, die bei niedrigerer Dosierung effizienter ist, dann wird diese Erkenntnis allen zunutze kommen.

DroneA.I. – Stellt der Ausbau der digitalen Kommunikation das ideale Mittel dar, dauerhaft für engen Kontakt mit dem Landwirt und produktive Interaktivität zu sorgen?

J-M.D. – Unsere digitale Strategie basiert auf 5 Fakten:

- Die sozialen Netzwerke sind Realität. Wenn wir sie nicht nutzen, geraten wir ins Abseits.

- Sensoren z. B. für Geopositionierung und - lokalisierung, Hygrometrie usw. sind Realität.

- Die Auswertung großer Datenmengen (Big Data) ist unumgänglich.

- Mobilität: die Landwirte benutzen eher mobile Geräte als Rechner.

- Personalisierung und Kontextualität: auf einer Website will ein Landwirt erfahren, wie das Wetter in seiner Region sein wird, dort, wo sich seine nahen Werbe- und Vertriebspartner befinden. Er muss in der Lage sein, die Marktposition seiner Produkte sofort abrufen zu können.

Dank dieser Interaktivität können unsere Einflussträger die Kundenzufriedenheit erfassen, gute Informationsarbeit leisten und auf Probleme des Kunden reagieren.

*Verkaufsleiter weltweit / Global Chief Commercial Officer - **Leiter Südeuropa / South Europe Area Manager - ***Marketingleiter weltweit / Head of Global Marketing.

ADAMA
Mehr in dieser Kategorie: BASF »

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.